Gartenliebe

„Wilder“ Schrebergarten

Donnerstag, 8. Juni 2017

Wenn man erstmal das Wort Schrebergarten oder auch Kleingarten hört, denkt man doch fast immer gleich an spießige Rentner mit Hut, die schon aus der Ferne, mit dem Kleingartengesetz in der Hand, wedeln.

Aber das ist überhaupt nicht so!

Klar gibt es ein paar Regeln, an die man sich halten muss, aber das ist auch gut so! Denn der Garten, Anbau von Gemüse und die Erholung sollen im Vordergrund stehen, wer allein ein Partygrundstück sucht, nur zum Feiern und Grillen, der ist da sicher nicht an der richtigen Adresse. Ich finde es gut, dass man hier seinen Kindern und Enkelkindern zeigen kann, wie das „mit dem Gemüse geht“, dass man keine Angst vor Bienen haben muss, das Achtung vor der Natur gelehrt wird und altes Wissen weitergegeben werden kann. Jeder gestaltet seinen Garten so, wie es ihm gefällt, akkurat gradlinig, bunte Figuren oder aber auch im Landhausgartenstil, wenn man durch die Anlage spaziert, ist sicher etwas für jeden dabei.

Ich wünsche mir sehr, dass Schrebergärten in Deutschland erhalten bleiben und das nicht immer noch mehr für neue Baugebiete weichen müssen. Solch eine Artenvielfalt auf kleinen Raum, findet man doch sonst selten. Es ist schade und, meiner Meinung nach, auch unverantwortlich, die Lauben abzureissen und dort dann Häuser mit Kiesgärten und zum Großteil versiegelten Flächen zu bauen. Wovon sollen sich denn da noch die Bienen und Vögel ernähren? Ist es nicht dringend erforderlich einen Ausgleich dafür zu schaffen? Sonst wird es einen Tages ziemlich still hier werden.

Nicht jeder mag es so „wild“ wie ich im Garten, aber wenn man auf seine Buchsbaumkugel im Steinbeet nicht verzichten möchte, kann man doch vielleicht einfach auf der Terrasse für Bienenfutter sorgen, z.B. Sommersalbei und Cosmea sind hübsche Dauerblüher und sorgen für Nahrung. Man muss nicht auch gleich immer alle Blattläuse tot spritzen, manchmal genügt auch der Besuch von einem Marienkäfer, der das Problem zumindest im Zaum hält und die Pflanzen so auch keinen Schaden nehmen. Ich bin sicher weit davon entfernt ein richtiger Ökogärtner zu sein, aber wenn jeder ein bisschen Rücksicht nimmt, auf seinen Nachbarn und die Natur, würde das schon sehr viel helfen.

Eigentlich wollte ich nur ein paar Bilder aus meinem Garten posten und plötzlich war der Text da 😉 Ich hoffe, ich bin niemanden auf die Füße getreten, denn das ist ganz sicher nicht meine Absicht gewesen. Ich bin für Leben und Leben lassen und in diesem Sinne gibt es jetzt eine Bilderflut aus meinem kleinen Paradies, wo Glockenblumen, Fingerhut, Lupinen und Ringelblumen (fast) machen dürfen, was sie wollen 😉

 

 

Ein kleines Buchs eingefasstes Beet, damit die Rasenfläche nicht so trist wirkt

 

Ringelblumen zwischen Heidelbeeren und Johannisbeeren

 

Mein Grünspargelbeet, der Rasenschnitt schützt den Boden vorm Austrocknen und die Regenwürmer stehen drauf

Das sieht hier auf dem Bild etwas wild aus…..auch ein mit Buchs eingefasstes im Rasen, im Hintergrund eine blaue Hechtrose

 

 

 

Die Blüten der Hechtrose

 

 

 

Die Rübenpresse habe ich bei eBay Kleinanzeigen gefunden

Ein Teil vom Gemüse…..Stangenbohnen, Bohnenkraut, Fenchel….

 

Kamille wächst zwischen den Himbeeren und Stachelbeeren, auch hier habe ich wieder mit Rasenschnitt gemulcht

 

Ein bissl Shabby…

 

in dem alten Brunneneimer wächst jetzt eine Sumpf-Schwertlilie

 

wilde Glockenblumen, auch fast überall im Garten zu finden

 

Fingerhut, Lupinen und im Hintergrund eine Aronia

 

Rose „Global Water“

 

Die Heidenelke stand mal im Beet, mittlerweile wächst sie lieber am Rand, dafür hat sich das Kaukasus-Vergissmeinnicht ausgebreitet

 

Hier und da findet man natürlich auch Rosen

 

Der Staketenzaun trennt die Gemüsebeete von der Rasenfläche

 

Die Wildrose setzt sich immer wieder durch, dieses Jahr hat sie zum ersten Mal geblüht, also darf sie bleiben und ich werde sie nur ein wenig im Zaum halten

 

Buddleja alternifolia

 

Die Wasserpflanzen dürfen eh machen was sie wollen

 

Das wird belohnt….wo ist der Molch? 😉

 

 

den einen Tag habe ich vier von den kleinen Kerlen gezählt

 

sieht halt wild aus im Teich

ein „vergessener“ Stuhl unterm Flieder

 

 

Hosta, Frauenmantel, Hängesommerflieder….die Rose war, glaub ich, eine Charles de Mills

Sedum kann man wirklich gut in jeden nur erdenklichen Topf pflanzen, man braucht sich dann nicht mehr zu kümmern

Fingerhut in allen Farben wächst bei mir überall, er wird ausgesprochen gerne von Hummeln besucht…

zum Entspannen gibt es natürlich auch Plätze

Sedum in einem alten Flaschenkorb

 

 

 

kleine überdachte Sitzecke

 

 

 

der Goldfelberich hat sich auch ohne mein Zutun für den Platz bei der Lonicera entschieden 

ebenso wie hier

 

 

Der Erntekorb steht am Rand vom Gemüsebeet schon bereit

in den Hochbeeten wachsen unter anderem Erdbeeren und Schnittlauch, blühend ist dieser ein wahrer Bienenmagnet

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